Geschichte

 

Unsere Geschichte beginnt am 28. Februar 1985 in Neumünster.
12 Freunde der Eisenbahn gründen den Verein “Eisenbahnfreunde Mittelholstein mit Sitz in Neumünster” und wurde kurze Zeit später unter der Nummer 297 im Vereinsregister beim Amtsgericht Neumünster eingetragen. Nach der Gründung sprach uns das Finanzamt Kiel-Nord die Gemeinnützigkeit aus, die wir bis heute behalten haben.
Aufgabe der Eisenbahnfreunde Mittelholstein sollte es sein, historisch wertvolle Fahrzeuge und Einrichtungen der Eisenbahn zu erhalten und in einem Museum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diesen Vorsatz verfolgen wir auch heute noch.
Als ersten Treffpunkt dienten uns die Nebenräume des Bahnhofs
Innien, welche wir von der ehemaligen Deutschen Bundesbahn angemietet hatten. Nach etwa 2 Jahren endete dieses Mietverhältnis. Der Bahnhof Innien wurde danach nicht mehr benötigt und abgerissen. Er lag an der Kursbuchstrecke (kurz: KBS) 123, ca. 14 km westlich von Neumünster, auf der Strecke von Neumünster nach Heide (Holstein).

 

Am  01. Dezember 1986 war wohl in der Geschichte des Vereines der wichtigste Moment. Durch die Unterzeichnung des Kaufvertrages mit der Deutschen Bundesbahn wurden wir die Besitzer des Bahnhofs in Kleinkummerfeld. Somit erhielt auch der Verein einen kleinen Zusatz im Namensbild.
Zuerst einmal standen die Renovierungsarbeiten des Bahnhofsgebäudes im Vordergrund. Auch heute noch ist die Erhaltung des Gebäudes der Mittelpunkt unserer Arbeit

In der Nacht zum 08. Februar 1990 brach ein Feuer aus, welches zum Verlust von zwei Drittel des Bahnhofs, der Einrichtung und einer Vielzahl an Ausstellungsstücken führte. Ein schwarzer Tag in unserer Geschichte !
Jedoch beschlossen wir den Wiederaufbau in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Der größte Teil der Arbeiten wurde durch die Mitglieder in Eigenarbeit erbracht. Nur wenige Aufträge gingen an das Gewerbe im Umland.
Einer, dieser Aufträge, war die Dachkonstruktion. Dabei wurde auch gleichzeitig das Dach um 60 cm angehoben. Mit ein Grund war der Einbau einer Wohnung im Dachgeschoss, um den finanziellen Erhalt des Vereines zu sichern.
5 Jahre dauerte der Wiederaufbau. Nun endlich konnten die Arbeiten mit einem Bahnhofsfest abgeschlossen werden.
Dennoch saß der Schmerz tief. Viele Ausstellungstücke waren für immer verloren.
Aber - die Vereinsarbeit ging weiter. 

 

Im Gebäude kann man das 1931 eingebaute Hebelstellwerk der Einheitsbauform im funktionsfähigen Zustand besichtigen.
Uniformen und Effekten von 1936 bis zur Gegenwart sind ebenfalls ausgestellt.
Neben einem alten
1.Klasse-Abteil, kann man sich auch in der Fahrkartenausgabe über alte Fahrscheine informieren.
Im ehemaligen Güterboden wird im Modellmaßstab 1:160 die Bahnhofsanlage Kleinkummerfeld im Zustand von 1985 aufgebaut. Auch die Anlage in Rickling-Ölweiche kann hier besichtigt werden.
Das alte Nebengebäude , welches lange unser Sorgenkind war, konnte durch eine großzügige Spende der Gemeinde Großkummerfeld und der Raiffeisenbank Boostedt vor dem Verfall gerettet werden. Heute ist es unsere Werkstatt. Somit können wir auch kleinere Arbeiten im Trockenen erledigen.

Im Februar 1999 haben wir von der Deutschen Bahn ein angrenzendes Grundstück erworben. Mit der Größe von 7.000 qm besitzen wir jetzt ein Grundstück von fast einem Hektar. Dieser Zukauf ist eine Investition in die Zukunft. Ziel ist es hier einmal eine 600 mm Feldbahn aufzubauen. Allerdings benötigen wir dafür noch einen Förderer.
Auch für den weiteren Ausbau unserer Regelspurgleise ist dieses Grundstück vorgesehen. Ziel wäre eine kleine Halle für die Aufarbeitung von Fahrzeugen zu errichten. 

 

 

einen chronologischen Rückblick können Sie      hier      lesen